Forschung und Zulassung
Die intensive Forschung der Augenarzneimittel herstellenden Unternehmen hat in Zusammenarbeit mit den Augenärzten und Augenkliniken in den letzten Jahren zu deutlichem medizinischem Fortschritt und besseren Augenmedikamenten und –therapien geführt. Ziel der Forschung und Entwicklung sind neue Augenarzneimittel,
- die eine höhere Wirksamkeit
- geringere Nebenwirkungen und Risiken
- mehr Anwendungsfreundlichkeit für den Patienten
besitzen.
So konnten insbesondere In der Behandlung der Glaukomerkrankung (grüner Star) eine Reihe modernster Augentropfen in den Markt eingeführt werden, die nicht mehr so häufig angewendet werden müssen (zumeist nur noch 1-2 täglich), deutliche bessere Drucksenkungswerte erzielen und v.a. körperlich viel besser vertragen werden.
Gegen diese Anstrengungen stehen die enormen Kosten, die im Rahmen der Entwicklung und v.a. der Zulassung durch die Behörden entstehen. Diese fordern zunehmend größere und mehr Studien zur Belegung der Wirksamkeit eines Medikamentes. Die bei diesen aufwendigen klinischen Studien festgestellten Nebenwirkungen und Unverträglichkeiten nehmen demgemäß meist mit zu und müssen per Gesetz alle ausnahmslos erfasst und dokumentiert werden, auch wenn ursächliche Zusammenhänge nicht klar sind. Dadurch bläht sich nicht nur die Administration auf, sondern die Packungsbeilagen werden immer länger, immer leseunfreundlicher und unverständlicher. Und so mancher Patient hat den Eindruck, es würde ihm eine Giftmischung verordnet.
Dieser Prozess macht die Neuzulassung von innovativen Arzneimitteln langsamer und die modernen Arzneimittel letztlich teurer.
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